SWR Kultur bietet eine Fülle an Konzerten für Sie. Einige zum Download, viele ein Jahr lang zum Nachhören. Stöbern Sie und finden Sie schöne Musikschätze.
Sie finden hier außerdem die Radio-Sendetermine von Konzerten aktueller Festivals.
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London und Rom sind die Reiseziele, die Kosmopolit Georg Friedrich Händel in diesem Konzertprogramm ansteuert. Italien, und die Zeit, die er als junger Mann hier verbringt, wird ihn für sein Leben prägen - und sie hinterlässt Spuren in seiner Musik, wie der ausdrucksstarken Psalmvertonung "Dixit Dominus", die er am 11. April 1707 mit 21 Jahren in Rom fertigstellt. 16 Jahre später ist Händel als gefeierter Opernkomponist in der Musikmetropole London etabliert und schreibt die Solo-Kantate "Silete Venti", die der Solistin die gleiche Virtuosität und den langen Atem abverlangt, die er von seinen Sängern und Sängerinnen auf der Opernbühne fordert. Seine treue Begleiterin auf all seinen Lebensstationen, kommt ebenfalls zu Wort: Die Orgel, in einem der ihr gewidmeten Solokonzerte des Komponisten.
Das Mainzer Komponistenportrait 2024 war Ende Januar HK Gruber gewidmet. Der Österreicher feiert seit nunmehr fünf Jahrzehnten international große Erfolge als Komponist, Dirigent und Chansonnier und "steht auf unterhaltsame Weise quer zum Neue-Musik-Betrieb", wie die FAZ über sein Schaffen schrieb. In der Tat verabscheut er es ebenso, in Schubladen eingeordnet zu werden, wie auf das Komponieren in tonalen Strukturen verzichten zu müssen, nur um ideologischen Dogmen der Szene zu genügen. Hingegen liebt er künstlerische Individualität, freie kreative Entfaltung und sein Publikum - und das liebt ihn, wie der große Zuspruch beim Portrait-Wochenende in Mainz zeigte.
Vokalmusik satt gibt es auf zwei neuen CD-Coproduktionen von SWR Kultur Musik RLP zu entdecken. In der wunderschönen barocken Klosterkirche des rheinhessischen Weinörtchens Pfaffen-Schwabenheim nahm das Vokalsextett Singer geistliche Vokalmusik von Peter Cornelius über Louise Adolpha LeBeau bis hin zu Anton Bruckner auf. Und im SWR Studio Kaiserslautern produzierten Katharina Konradi (Sopran), Catriona Morison (Mezzosopran) und Ammiel Bushakevitz (Klavier) Lied-Duette von Schumann, Brahms sowie französischen Komponisten. Vokalkunst auf höchstem Niveau, vorgestellt im SWR Kultur Abendkonzert.
Wenn Musiker der Barockzeit aufeinandertrafen, konnte so ziemlich alles passieren: Von tiefer Verehrung, Patenschaften und familiären Freundschaften bis hin zu Missgunst, dem Duell mit dem Degen bis hin zum beleidigten Sprung aus dem Fenster - nahezu alles war denkbar. Max Volbers und Olga Watts präsentieren ein Konzertprogramm voller "Friends and enemies" mit Musik und Anekdoten befreundeter und weniger gut befreundeter Barockkomponisten.
Bühne frei für junge Musiker und Musikerinnen: Neben Uni, Studijobs und Praktika erarbeiten die Mitglieder des Akademischen Orchesters Freiburg jedes Semester sinfonische Musik auf hohem Niveau. Für ihr Programm im Sommersemester 2024 haben sie einen Solisten in ihrem Alter eingeladen: Den hochtalentierten Cellisten Lionel Martin, der aktuell als SWR Kultur New Talent gefördert wird. Im ausverkauften Konzerthaus Freiburg spielen sie ein klangsinnliches Programm, das einen Bogen vom Spätromantiker Rimskij-Korsakow bis zum Neoklassiker Prokofjew schlägt.
In diesem Jahr feiert das Festival Stuttgart Barock unter seinem Leiter Frieder Bernius sein 35-jähriges Bestehen. In jedem Jahr liegt der musikalische Schwerpunkt auf einem anderen Themengebiet, das besonders im Bereich der Alten Musik seinen Schwerpunkt findet. Dieses Jahr steht die Musikstadt Neapel im Mittelpunkt. Einer unserer Konzertmitschnitte kommt vom jungen französischen Ensemble "Le Consort". Das Barock-Kammermusikensemble bringt Komponisten und Komponistinnen des 17. und 18. Jahrhunderts zusammen.
Flirrende Elfen, torkelnde Rüpel, eine strahlende Hochzeit - Mendelssohns "Sommernachtstraum" ist voll von Farben und Ideen der Romantik. 1825 packt den 16-Jährigen das Shakespeare-Fieber: „Heute oder morgen will ich midsummernightsdream zu träumen anfangen“, heißt es in einem Brief aus dieser Zeit. An diese wild-romantischen Träume knüpft die Konzertouvertüre über das "Märchen von der schönen Melusine" an, ein Geburtstagsgeschenk für seine Schwester Fanny. “Hero und Leander” hat die 26-jährige Fanny als ihre letzte Komposition mit Orchester 1832 geschrieben auf einen Text ihres Ehemannes Wilhelm.
Le Cercle de l' Harmonie
Frauenchor des Dresdner Kammerchors
Jacquelyn Wagner (Sopran)
Valentina Stadler (Mezzosopran)
Leitung: Jérémie Rhorer
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Konzert-Ouvertüre Nr. 4 zum "Märchen von der schönen Melusine" F-Dur op. 32 MWV P 12
Fanny Hensel:
Szene aus "Faust II", Kantate für Soli, Frauenchor und Orchester H 389
"Hero und Leander", Dramatische Szene für Sopran und Orchester H 262
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Musik zu "Ein Sommernachtstraum" für Solostimmen, Frauenchor und Orchester MWV M 13
(Konzert vom 7. Juni 2024 im Theaterhaus Stuttgart)
Der Titel der Haydn Sinfonie "La Passione" steht gleichsam über dem ganzen Programm und gilt rückblickend auch für meine Zeit im Orchester: Musik aus Leidenschaft! Äußerlich sind die Werke dieses
Programms klein: kleinbesetzt ist die Haydn Sinfonie, nur drei Sätze kurz die Schumann "Sinfonie" und das Rondo von Dvořák steckt voller kleinteiliger Gedanken für Cello und Orchester. Die verbindende Größe dieser Werke ist ihr Inhalt, der Gehalt ihrer Klangrede und der leidenschaftliche Ausdruck. (Mario Blaumer)
Die norwegische Sängerin Tora Augestad widmet sich gemeinsam mit der lautten compagney BERLIN unter anderem den vielfältigen "English Songs“ von Georg Friedrich Händel. Zwischen Liedern von John Dowland, Georg Friedrich Händel und Musik aus Swing, Jazz und Pop, nimmt sie uns plaudernd über die Musik, ihre Schöpfer und deren Zeit mit. Das Konzert findet im Rahmen des Bodenseefestivals statt, das unter dem diesjährigen Motto "vielstimmig | einstimmig" steht.
Wer beim großen Concours in Genf den ersten Platz errungen hat, darf sich getrost zur Weltspitze der Klassik rechnen. Dem NOVO Quartet aus Dänemark ist dieser Coup im letzten Oktober gelungen - wobei die Fachpresse fasziniert war vom hoch sensiblen, perfekt abgestimmten Spiel der vier Quartett-Könner. Im SWR Kultur Konzert in Trier stellten sich die vier Shooting-Stars gleich drei stilprägenden Werken der Quartettliteratur.
Chouchane Siranossian widmet sich am 16. Mai der Musik aus rund 1000 Jahren armenischer Kulturgeschichte, darunter auch volkstümliche Melodien unbekannten Ursprungs. Musik für Geige, Klavier und den traditionellen Instrumenten Duduk und Kanun.
Am 4. Mai bringt das britische Vokalensemble VOCES 8 ein facettenreiches Programm mit Werken unterschiedlichster Herkunftsländer und Epochen auf die Bühne. Die beiden Konzerte finden in Ravensburg im Rahmen des diesjährigen Bodenseefestivals statt, das unter dem Motto "vielstimmig | einstimmig" steht.
Virtuosen der Zukunft stellen sich vor. Wettbewerbe gibt es viele, aber wenige sind so bedeutend und karriereprägend wie der ARD Musikwettbewerb, der seit 70 Jahren ausgetragen wird. 2023 wurden die Besten in den Fächern Viola, Kontrabass und Klaviertrio ermittelt. Sie sind, wie ihre glücklichen Kolleginnen und Kollegen der Vorjahre, in Schwetzingen zu Gast und präsentieren sich als Einzelkünstler wie im fachübergreifenden Zusammenspiel.
Aus gutem Grund verneigt sich das 2019 in Hamburg gegründete Trio E.T.A. mit seinem Namen vor dem Schriftsteller, Komponisten und Kritiker E.T.A. Hoffmann, hat es doch sein Triospiel mit romantischer Musik begonnen, lieben die drei jungen Musiker künstlerische Querverbindungen und beschäftigen sich mit dem kammermusikalischem Repertoire von der Klassik bis hin zur zeitgenössischen Musik. Das E.T.A. Trio wird vom "Jeunesses Musicales International Chamber Music Campus" sowie von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. 2021 gewann das junge Ensemble u. a. den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und wird seit 2023 als SWR Kultur New Talent gefördert.
Trio E.T.A.
Sergej Rachmaninow:
Trio Élégiaque Nr. 1 g-Moll
Joseph Haydn:
Trio Es-Dur Hob. XV:29
Johannes Brahms:
Trio Nr. 1 H-Dur op. 8
(Konzert vom 12. April 2024 im Kammermusiksaal, Schloss Bruchsal)
Wie klingt Stuttgart? Zu ihrem 100. Geburtstag hatten sich die Stuttgarter Philharmoniker von Libor Šima eine Vertonung ihrer Stadt gewünscht. Šima verwandelt seine Stadt mit der achsätzigen Komposition in eine Art klassische Big Band und ist selbst Teil davon: als Saxofonist im Obi Jenne-Quartett.
Obi Jenne Quartett:
Libor Šima (Komposition & Saxofon)
Olaf Polziehn (Klavier)
Obi Jenne (Schlagzeug)
Jakob Krupp (Kontrabass)
Stuttgarter Philharmoniker
Leitung: Frank Dupree
Leonard Bernstein:
Three Dance Episodes aus dem Musical „On The Town“
Libor Šima:
„Urban Places“ (Uraufführung)
(Konzert vom 30. April 2024 im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle)
Georg Philipp Telemann komponierte als Städtischer Musikdirektor in Frankfurt mehrere Kantatenjahrgänge für den Gottesdienst. Die Kantaten zum Kirchenjahr 1714/15 sind ursprünglich mit dem Gedanken an den Hof von Sachsen-Eisenach entstanden, wo Telemann ein Orchester „nach französischer Art“ aufgebaut hatte - aufgrund der spürbaren stilistischen Einflüsse wird dieser musikalisch besonders reiche Jahrgang der „Französische“ genannt. Diese Kantaten harren dank der Zusammenarbeit kompetenter Partner nach jahrhundertelangem Dornröschenschlaf nun ihrer vollständigen Wiederentdeckung. Ein guter Teil der Kantaten ist in Kooperation mit SWR Kultur im SWR Studio Kaiserslautern auf CD aufgenommen und beim Label cpo veröffentlicht.
In Ravensburg treten gleich beide Artists in Residence auf. Das britische Vokalensemble VOCES8 bringt ein facettenreiches Programm mit Werken unterschiedlichster Epochen und Herkunftsländer auf die Bühne. A cappella Musik von Renaissance bis Gegenwart. Von England über Deutschland, Skandinavien und Island sowie den USA.
Chouchane Siranossian widmet sich der armenischen Musik. Zu hören sind unter anderem Werke von Komitas, der als Begründer der klassischen armenischen Musik der Gegenwart gilt.
Der geringschätzige Blick auf die Bratsche war einmal. Künstlerinnen wie Tabea Zimmermann haben ihr längst angemessenen Respekt erspielt. Ligeti hörte die junge Virtuosin im Radio und komponierte daraufhin seine Solosonate. Zwei Sätze daraus samt Repliken von György Kurtág bilden das Zentrum des Programms. Es ist umgeben von Werken, die vom warmen Klang der Viola ausgehen. Sie wurden von Komponisten geschrieben, die das Instrument selbst spielten.
Bei Avi Avital und dem belgischen B’Rock Orchestra verbinden sich urmusikalische Entdecker- und Experimentierfreude. "Eine ordentliche Dosis Flair" versprechen sie, in der Spannung zwischen Venedig und Neapel einerseits, Barock-Klassikern und dem Zeitgenossen Giovanni Sollima andererseits.