Mit viel Engagement und Herz hat Guido Rennert die Sinfonie „2021 - Die Jahrtausendflut“ geschrieben. Wer ist der Mann, der auch den Zapfenstreich für Angela Merkel arrangierte?

Blasmusik ist sein Leben
Der 52-Jährige Guido Rennert lernte als Kind Klarinette, komponierte aber auch schon erfolgreich in jungen Jahren erste kleine Stücke. Mit 18 Jahren trat er in den Militärdienst der Bundeswehr.
Heute ist er der Stabsfeldwebel des Musikkorps. Er selbst spielt dort Klarinette, die er an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf studierte.
Seine Kompositionen und Arrangements sind international gefragt
Nach dem Studium legte Guido Rennert den Fokus auf das Komponieren und Arrangieren. Er produzierte Aufträge für internationale Solowerke, für große, sinfonische Orchester und fürs Fernsehen und Kino. Hervorzuheben sind dabei die Zusammenarbeiten mit dem deutschen Filmkomponisten Martin Böttcher, dem Jazzposaunisten Jiggs Whigham und dem berühmten German-Brass-Ensemble.
Seine Werke zeigen seine musikalische Bandbreite und Vielschichtigkeit, die er sich im Laufe der Jahre aneignete. Für seine künstlerische Leistungen wurde Guido Rennert bereits mit Preisen wie dem Jury-Preis der Franz-Xaver-Schönwerth-Gesellschaft und dem Leopold-Preis des Verbandes der deutschen Musikschulen ausgezeichnet.

Guido Rennert arrangierte Zapfenstreich für Angela Merkel
„Du hast den Farbfilm vergessen“: der Rocksong von Nina Hagen war Angela Merkels großer Wunsch zu ihrem Abschied beim Großen Zapfenstreich. Viel Zeit blieb dem renommierten Komponisten und Arrangeur Guido Rennert dabei nicht, viel mehr nur ein Tag, um ihn in ein Lied für eine Militärkapelle umzuschreiben. E-Bass, Gitarre und Schlagzeug wurden dabei beispielsweise durch Tuba, Klarinette und Trompeten ersetzt.
Auch für Gerhard Schröder hatte Guido Rennert zu seinem Abschied einen Song arrangiert. Er hatte sich „My Way“ gewünscht. Aber ein Musikstück für Angela Merkel zu arrangieren war etwas ganz besonderes für den Komponisten, der selbst ein DDR-Kind ist: Man kann zu Angela Merkel stehen wie man wolle, aber diese Zeit müsse ihr erstmal einer nachmachen, meint Rennert. Über seinen Beitrag zum Großen Zapfenstreich freue er sich deshalb sehr.
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