Wer das Wort „Schlossallee“ hört, denkt wahrscheinlich sofort an Monopoly – das berühmte Brettspiel, in dem es um Geld, Immobilien und den ganz großen Reichtum geht. Vor genau 90 Jahren sicherte sich der Spielehersteller Parker Brothers die Rechte an dem Spiel, das heute in fast 70 Prozent aller deutschen Haushalte zu finden ist.
Der Ludologe Professor Jens Junge erklärt im Gespräch mit SWR Kultur, warum es so beliebt ist: „Das Spiel ist sehr, sehr einfach. Es ist ja ein Laufspiel, man muss gar nicht so viele Regeln können, sondern das Glück spielt eine ganz zentrale Rolle.“
Ursprünglich war Monopoly jedoch als Kapitalismuskritik gedacht – heute fasziniert es die Menschen gerade wegen der Möglichkeit, andere in den Bankrott zu treiben. Doch ob und was man daraus tatsächlich etwas über den echten Kapitalismus lernt, darüber wird bis heute gestritten.
Jubiläum des Spieleklassikers 90 Jahre „Monopoly“: Gier ist geil?
Am Anfang stand ein Plagiat. Und auch sonst ist „Monopoly“ ein Spiel von eher zweifelhafter Moral. Dabei hatte seine Erfinderin etwas ganz anderes im Sinn.
Mehr zu Monopoly und anderen Brettspielen
Gesellschaft Monopoly – Kapitalismus als Brettspiel
Der Spiele-Klassiker Monopoly begeistert nach wie vor – heute auch als Online-Game. Die Spielidee stammt von Lizzie Magie. Doch die Quäkerin hatte mit Monopoly etwas ganz anderes im Sinn.