Seit Ende 2024 ist der Konstanzer Design-Professor Jochen Rädeker Herausgeber des traditionsreichen Restaurantführers Gault-Millau.
Er und seine Kollegen testen anonym, teilweise auch unter falschem Namen und lassen sich daher auch nicht einladen. Dadurch seien die Bewertungen tatsächlich unabhängig.
Dass er zur Gedächtnisunterstützung das Essen fotografiert, falle heute gar nicht mehr auf, bei all den Foodbloggern da draußen.
Esskultur
Essen ist für ihn Teil unserer Kultur, allerdings werde in Deutschland nicht so gerne dafür Geld ausgegeben wie etwa in Frankreich oder Italien. Gutes Essen definiert Rädeker in SWR Kultur so:
Wenn man dabei den Moment mit allen Sinnen genießt, wenn das Essen überraschend ist, aber auch, wenn Kindheitserinnerungen geweckt werden.
Das gelte für die Spitzengastronomie genauso wie für einfache Landgasthöfe. Sein Lieblings-Kindheitsessen sei allerdings recht schlicht gewesen: „Es waren tatsächlich Fischstäbchen mit Spinat und Spiegelei, denn bei uns zuhause wurde nicht viel gekocht.“ Sobald er Fisch riecht, denke er daran zurück, freue sich dann aber schon über eine feinere Variante.
Zwischen Design und Feinschmeckerei
Was Design – seinen Hauptberuf – und seine Leidenschaft für gutes Essen verbindet: das Auge „isst“ in beiden Fällen mit. Außerdem sei Kreativität in beiden Branchen ein gutes Mittel gegen Krisen.
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Clemens Hoffmann ist begeisterter Hobby-Koch und Gastgeber. Seine Kochbuch-Sammlung füllt mehrere Regalmeter und ständig kommen neue dazu.