US-Präsident Donald Trump drängt auf eine Waffenruhe in der Ukraine und hat den 20. April als Deadline gesetzt. Seit dem 23. März verhandeln US- und russische Unterhändler in Dschidda, und am 24. März sind bilaterale Gespräche in Riad geplant.
„Trump setzt sich selbst unter Druck. Es gibt ein Datum, also muss er liefern, aber das ist nicht so einfach", sagt Dr. Reinhard Krumm von der Friedrich-Ebert-Stiftung USA/Kanada im Gespräch mit SWR Kultur.
Besonders innerhalb der Partei der Republikaner herrsche Konsens darüber, dass Gespräche mit Russland notwendig seien. Laut Krumm ist die aktuelle Strategie von Trump vor allem innenpolitisch motiviert: „Er will aus seiner Sicht unnötige Kriege beenden und Kosten senken.“
Dennoch bleibt unklar, ob Russland bereit ist, auf seine Forderungen einzugehen. „Die Verhandlungen konzentrieren sich auf technische Aspekte, vielleicht eine längerfristige Feuerpause oder Schifffahrtsfragen im Schwarzen Meer", erklärt Krumm.
Ob der 20. April als Stichtag realistisch ist, bleibt fraglich, denn auch die Rolle der EU bei einem möglichen Friedensprozess ist ungewiss.