Mit frischen Ideen und Engagement

Schloss Blumenfeld: Leben und Arbeiten in historischem Ambiente

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Bernhard Hentschel
SWR-Redakteur Bernhard Hentschel Autor Bild
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Hildegard Eichenhofer
Hildegard Eichenhofer SWR Autorin Bild

Ein 600 Jahre altes Schloss in Tengen wird zum lebendigen Wohn- und Arbeitsort. Kreative Köpfe teilen hier Räume, Ideen und Gemeinschaft in einzigartigem Ambiente.

Leben im Schloss - ein Traum, der im Tengener Ortsteil Blumenfeld (Kreis Konstanz) wahr werden kann. Seit vier Jahren kann man in Schloss Blumenfeld im Hegau als ganz normaler Bürger auf Zeit wohnen und arbeiten.

Man kann sich zum Beispiel tagsüber einen Platz zum Arbeiten zu mieten, einen sogenannten Co-Working-Space. Vor vier Jahren hat die Gemeinde Tengen das Projekt gestartet.

Von der Idee zur Realität: Bewohner gestalten das Schlossleben

Mit den ersten Bewohnerinnen und Bewohnern kamen auch die frischen Ideen. Gemeinsam entwickelten sie Veranstaltungsideen für das Schloss und setzten sie auch um: Sommerkonzerte, Familien- und Firmenfeiern, Workshops oder Ausstellungen. Auch ein Schloss-Café wird im Sommer sonntags betrieben. Neben ihrem Engagement in dem alten Gemäuer haben die Bewohnerinnen und Bewohner teilweise noch andere Jobs.

Leben und arbeiten in Schloss Blumenfeld
Im Innenhof des Schlosses finden Konzerte und Feste statt.

Nach Schloss Blumenfeld zurückgekehrt

Cynthia Weißflog etwa hat vor einigen Jahren schon einmal im Schloss gewohnt. Nun ist die 31-Jährige zurückgekehrt und will für längere Zeit bleiben. Zusammen mit vier Männern und Frauen lebt sie derzeit in einer Art Schloss-Wohngemeinschaft. Jede und jeder hat ein eigenes Zimmer, gemeinsam nutzen sie einen großen Speiseraum und ein Wohnzimmer. Fast alles ist mit gebrauchten Möbeln und Selbstgebasteltem eingerichtet, denn Nachhaltigkeit ist den Bewohnern wichtig.  

Menschen und Ideen verbinden: Das Konzept des damaligen Bürgermeisters

Das um die 600 Jahre alte Schloss war früher einmal ein Krankenhaus und bis 2017 ein Pflegeheim. Danach hatte es eine Weile leer gestanden und wurde vor vier Jahren als Ort der Begegnung zu neuem Leben erweckt. Der damalige Bürgermeister von Tengen, Marian Schreier (SPD), suchte deutschlandweit nach sogenannten "Pionierinnen und Pionieren", die für einige Zeit im Schloss leben wollten.

Die Idee des Bürgermeisters war es, Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Berufen zusammenzubringen. Sie sollten für jeweils sechs Monate im Schloss leben und gemeinsam oder auch jeder für sich Projekte entwickeln. Es gab keine Vorgaben, was entstehen sollte. Schreier vertraute auf die Kreativität der "Pioniere". Später arbeiteten Schreiers Nachfolger, Bürgermeister Selcuk Gök, und der Ortsvorsteher von Blumenfeld, Thomas Wezstein, an der Umsetzung des Projekts wesentlich mit. Und die Begeisterung und das Engagement der Bewohner geben ihrer Idee recht:

Das in einem historischen Schloss zusammen mit anderen Menschen machen zu können, die hier an etwas arbeiten, das größer ist, als sie selbst, ist einfach ein Geschenk.“

Ein Schloss für alle: Ein Projekt mit Zukunft

Trägerin des Projekts ist die Schloss-Blumenfeld GmbH in Tengen. Die Schloss-Bewohnerinnen und Schlossbewohner kommen allerdings nicht nur aus Baden-Württemberg, das Schloss lockt Menschen aus ganz Deutschland an.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist Schloss Blumenfeld mehr als nur ein Wohn- und Arbeitsort – es ist ein Ort der Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft. Ein einzigartiges Projekt, das zeigt, wie Geschichte und Moderne harmonisch zusammenfinden können.

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