Redensart

Woher kommen die Ausdrücke "brandneu" und "nagelneu"?

Stand

Von Autor/in Rolf-Bernhard Essig

Funkelnagelneu: ein Nagel frisch aus dem Feuer des Schmieds

Viele kennen die Steigerung "funkelnagelneu". Ein guter, richtiger Nagel ist ein Eisennagel. Kein Notnagel, wie es die Holznägel waren. Ein guter Eisennagel kam aus dem Brand des Schmiedefeuers und war funkelnd neu. Es war also eine ganz herrliche Sache, dass der Nagel funkelnd neu war.

"Brand" verstärkt und drückt besondere Dringlichkeit aus

"Brand" wiederum ist ein Verstärkungswort in sehr vielen Formeln. Sie kennen den Brandbrief, den man manchmal schreiben muss, wenn etwas besonders dringend ist und "brandeilig". Mithilfe eines Brandbriefes konnten Leute, deren Haus abgebrannt war, um Unterstützung bitten und Geld sammeln.

Der Brandbrief wurde übrigens von Studenten wirklich so verwendet: Sie haben Bettelbriefe an die Eltern an den Ecken angekokelt.

"Brandeilig" heißt also "besonders eilig" und deswegen "brandneu" wie "besonders neu".

Beim "funkelnagelneu" kommt noch dazu, dass dieser frisch geschmiedete Nagel tatsächlich auch den Glanz des Neuen hat. Und daher also eine ganz besondere schöne neue Gestalt zeigt.

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