Konkret geht es um eine angebaute Stahlbetonkonstruktion aus den 1960er-Jahren. Dort sind an mehreren Stützpfeilern größere Betonstücke abgeplatzt.

"Die Brücke ist stabil. Es besteht keine Einsturzgefahr", betont Thilo Becker, Baudezernent der Stadt Trier. Dennoch müsse schnell gehandelt werden, um das Bauwerk vor weiteren Schäden zu bewahren.
Sperrung auf der Römerbrücke
Die Baustelle soll bereits ab Mitte kommender Woche eingerichtet werden. Dafür werde die Römerbrücke zunächst für den Autoverkehr für zwei Tage voll gesperrt. Danach werde nur ein bestimmter Brückenabschnitt auf unbestimmte Zeit für Autos nicht befahrbar sein. Fußgänger und Radfahrer dürften die Brücke trotz Sperrung passieren.

Auf der Römerbrücke gelte ab da für alle Tempo 30. "Es könnte zu Stoßzeiten zu Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt kommen", sagt Becker. Darauf müssten sich Autofahrer einstellen. Bevor die Römerbrücke saniert wird, müsse aber noch ein genauer Sanierungsplan ausgearbeitet werden.
Mehr Geld für Investitionen gefordert
Becker fordert von der Politik mehr Geld für kommunale Bauprojekte. Derzeit hätte die Stadt zu wenig Geld, um öffentliche Gebäude und Denkmäler auf Dauer optimal instand zu halten. Dadurch würden sich ältere Bauwerke wie die sanierungsbedürftige Römerbrücke irgendwann zwangsläufig zu Sanierungsfällen entwickeln.
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"Die Römerbrücke ist ein besonders trauriges Beispiel für den Sanierungsstau, den wir derzeit bei kommunaler Infrastruktur haben", so Becker. Es bräuchte eine "Sanierungsoffensive", betont Becker. "Ich appelliere an die neue Bundesregierung und das Land, dass wir die dafür benötigten finanziellen Mittel bekommen".