Mehr als Tausend Menschen waren vom Netz abgeschnitten

Nach einer Woche: Weisel und Bornich haben wieder Internet

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Bürger in Bornich und Weisel im Rhein-Lahn-Kreis haben wieder Internet, Fernsehen und Festnetz-Telefon. Vor einer Woche war das Netz des Anbieters Deutsche Glasfaser ausgefallen, weil der seine Stromrechnung nicht bezahlt hatte.

Mehr als Tausend Menschen waren in der Zeit von dem Ausfall betroffen. Sie hatten kein Internet, kein Fernsehen und kein Festnetz mehr. Seit Montagmittag sei die Störung wieder behoben, teilte Ortsbürgermeister Elias Oliver Metz (SPD) dem SWR mit.

Deutsche Glasfaser hatte Stromrechnung nicht bezahlt

Grund für den Netzausfall war nach Angaben der Deutschen Glasfaser, dass sie versehentlich ihre Rechnung beim Energieversorger Syna nicht gezahlt hatte. Die Syna habe deswegen am vergangenen Montag den Strom für den Glasfaserhauptverteiler abgestellt. Das habe den Netzausfall bei den Kunden der Deutschen Glasfaser in Bornich und Weisel verursacht.

Bürgermeister: Ortsgemeinden wurden nicht vorgewarnt

Zusammen mit den Ortsbürgermeistern der betroffenen Gemeinden Bornich und Weisel hat der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland (SPD), am Montagvormittag ein Schreiben an die Deutsche Glasfaser und die Syna veröffentlicht. Darin kritisieren sie den lange andauernden Netzausfall. Die Menschen seien von der Syna nicht vorgewarnt worden. dass der Strom abgeschaltete werde und damit auch das Internet ausfalle.

Besonders betroffen: Unternehmen und Menschen ohne Handys

Der Ortsbürgermeister von Bornich, Elias Oliver Metz (SPD), ging nach eigenen Angaben davon aus, dass mindestens die Hälfte aller Haushalte in seinem Dorf von dem Netzausfall betroffen war. Der Ortschef von Weisel, Hubert Erdkamp (parteilos), sprach sogar von zwei Dritteln aller Einwohner.

Besonders problematisch war die Situation aus Sicht der Bürgermeister für die ortsansässigen Unternehmen, die auf die Netzanbindung angewiesen sind. Auch kritische Infrastruktur wie Feuerwehr und Abwasser- und Wasserversorgungsanlagen seien betroffen gewesen. Und weil auch das Festnetz nicht ging, konnten alle Menschen, die kein Handy haben, nicht mal den Notruf wählen.

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SWR