Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Ziele der Hamas im Gazastreifen wieder aufgenommen. Dabei sind nach palästinensischen Aussagen mindestens 200 Menschen getötet worden. Dies und weitere Themen des Morgens mit Andreas Böhnisch.
Israels Militär hat rund zwei Monate nach Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen wieder massive Angriffe auf die islamistische Terrororganisation Hamas in dem Küstengebiet aufgenommen. In Übereinstimmung mit der politischen Führung führe die Armee derzeit umfangreiche Angriffe auf Stellungen der Hamas durch, teilte das Militär in der Nacht mit. Laut einem Militärsprecher galten die Angriffe Hamas-Kommandanten der mittleren Führungsebene sowie der Infrastruktur.
Netanjahu: Reaktion auf Weigerung der Hamas, Geiseln freizulassen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte in einer Erklärung mit, er habe das Militär angewiesen, die Hamas im gesamten Gazastreifen wieder anzugreifen: Die Angriffe seien eine Reaktion auf die Weigerung der Hamas, weitere israelische Geiseln freizulassen und alle Vorschläge für eine anhaltende Waffenruhe abzulehnen.
Hamas-Vertreter: Israel riskiert Leben der Geiseln
Ein Vertreter der Hamas erklärte dagegen, Israel habe mit den jüngsten Attacken das Waffenruheabkommen einseitig beendet und riskiere damit das Leben der Geiseln. Beide Konfliktparteien hatten sich im Januar auf eine sechswöchige Waffenruhe geeinigt. Gespräche über eine Verlängerung waren zuletzt nicht vorangekommen.
Krieg im Nahen Osten Schwere israelische Angriffe auf Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen auf Stellungen der Hamas sind im Gazastreifen laut palästinensischen Angaben mehr als 400 Menschen getötet worden. Die Angriffe fanden offenbar in Abspr…
Kassenärztliche Vereinigung BW hält an Notfallpraxen-Schließung fest
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg will an der geplanten Schließung der 18 Bereitschaftspraxen in Baden-Württemberg festhalten. Das hat die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg Doris Reinhardt im Landtag bekräftigt. Die Reform werde gemacht, um die Regelversorgung unter der Woche mit Hausärzten aufrecht zu halten, so Reinhardt bei einer von der SPD organisierten Veranstaltung.
SPD fordert gemeinsame Lösung mit Krankenhäusern
Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Andreas Stoch, forderte die Kassenärztliche Vereinigung auf, keine Praxis zu schließen und die Entscheidung aufzuschieben. Man müsse gemeinsam mit Rettungsdiensten und Krankenhäusern nach Lösungen für ärztlichen Bereitschaftsdienst suchen.
CDU: SPD sendet falsche Signale
Die CDU-Fraktion kritisierte dagegen die SPD, sie suggeriere, der Landtag oder die Landesregierung könnten auf die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Einfluss nehmen. 13 betroffene Kommunen klagen gegen die geplante Schließung der Notfallpraxen.