Durchschnittliche Ehedauer von 16 Jahren

Immer mehr Ehen in BW zerbrechen - vor allem im "verflixten" siebten Jahr

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Partnerschaften zerbrechen heutzutage häufiger als noch vor einigen Jahrzehnten. Das zeigt die aktuelle Scheidungs-Statistik für BW. Woran das liegen könnte.

16.591 Ehen sind im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg geschieden worden. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts. In 2023 waren es noch rund 800 Scheidungen weniger.

Viele Scheidungen noch vor der zehn-Jahres-Marke

Die Statistik zeigt dabei auch, dass das "verflixte" siebte Jahr nicht nur ein Mythos zu sein scheint. Scheidungen waren im vergangenen Jahr nämlich im achten Ehejahr am häufigsten: Rund 900 Paare lösten ihre Ehe nach dieser Zeitspanne offiziell auf. Da Scheidungen laut Statistischem Landesamt meist erst nach einer einjährigen Trennung offiziell ausgesprochen werden, sind die meisten Ehen faktisch also schon im siebten Jahr zerbrochen.

Am zweithäufigsten wurden Scheidungen im eigentlichen siebten Ehejahr geschieden - 879 Paare trennten sich nach dieser Ehezeit. Auf Platz drei landet das neunte Ehejahr mit 859 Scheidungen. Doch auch wer diese Phase übersteht, ist nicht vor einer späteren Trennung sicher. Laut Statistik haben sich im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg zwölf Paare erst nach ihrer "goldenen Hochzeit", also nach 50 Jahren, scheiden lassen. Im Durchschnitt hält eine Ehe in Baden-Württemberg 16 Jahre.

Scheidungsrate steigt seit Jahrzehnten

Insgesamt werden Ehen heutzutage viel häufiger wieder geschieden als noch vor einigen Jahrzehnten. Laut Statistischem Landesamt haben nur 15 Prozent der Paare, die 1960 geheiratet haben, sich innerhalb von 30 Jahren wieder getrennt.

Beim Heiratsjahrgang 1970 ließ sich schon jedes vierte Paar wieder scheiden, beim Jahrgang 1980 bereits jedes dritte. Von den Paaren, die 1995 heirateten, waren bis 2024 schon 38 Prozent geschieden.

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Gründe für Scheidungen sind vielfältig

Was die jeweiligen Gründe für eine Scheidung waren, wird statistisch nicht erhoben, da die Familiengerichte das nicht nachfragen. Umfragen sollten zwar mit Vorsicht betrachtet werden, können allerdings Hinweise darauf geben, woran die meisten Partnerschaften zerbrechen.

So hat rund ein Drittel der Befragten bei einer Online-Umfrage der Singlebörse Parship angegeben, dass ein Partner oder beide Partner in der Beziehung unglücklich waren, was letztlich zur Scheidung geführt habe. 28 Prozent sagten, dass sie keine Gefühle mehr für ihren Partner gehabt hätten. Ein Fünftel gab zudem an, dass eheliche Untreue der Scheidungsgrund gewesen sei.

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