Ebbe und Flut

Warum gibt es an der Nordsee Gezeiten und an der Ostsee nicht?

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Gábor Paál
Gábor Paál

Nordsee: Wassermassen aus Richtung Schottland

Wenn man auf eine Europakarte guckt, sieht man sofort: Von der Nordsee gibt es vor allem nördlich von Schottland eine sehr breite Öffnung zum Atlantik. Von dort kommen bei Flut die Wassermassen. Die Ostsee dagegen ist fast ein Binnenmeer, sie hat nur eine relativ schmale Verbindung zur Nordsee.

Ostsee ist durch Meerenge geschützt

Ebbe und Flut wechseln sich ja bekanntlich ungefähr in einem 6-Stunden-Rhythmus ab. Denn ausgelöst werden die Gezeiten durch die Anziehungskraft des Mondes bzw. der Fliehkraft auf der Erde. Und in diesen 6 Stunden gibt es keine Chance, dass diese Kräfte so viel Wasser durch die relativ schmale Meerenge zwischen Dänemark und Skandinavien in die Ostsee "ziehen", dass es für eine ordentliche Flut ausreicht.

Es gibt zwar Gezeiten an der Ostsee, aber da bewegt sich der Meeresspiegel nur innerhalb von 10 bis 15 Zentimetern.

Auswirkungen von Tschernobyl noch heute in der Ostsee messbar

Dieser geringe Wasseraustausch macht sich noch anders bemerkbar: Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 gelangten durch die radioaktive Wolke viele radioaktiven Teilchen in die Nord- und Ostsee. In der Nordsee war die Belastung nach ein paar Monaten schon wieder abgeklungen; in der Ostsee dagegen sind heute noch erhöhte Mengen an Cäsium messbar.

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