Tatort soll ein Campingplatz bei Waldsee im Rhein-Pfalz-Kreis gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, dort zwischen Juni 2021 und Juni 2024 mehrfach Mädchen sexuell belästigt und schwer missbraucht zu haben. Insgesamt legt die Anklage dem Mann zehn Taten zur Last. Alle fünf Mädchen waren zur Tatzeit jünger als 14 Jahre alt.
Öffentlichkeit wird in großen Teilen ausgeschlossen
Die Anwältin einer heute 15-jährigen Nebenklägerin hatte gleich zu Beginn der Verhandlung beantragt, die Öffentlichkeit zum Schutz der Opfer komplett auszuschließen.
Das Gericht entschied dann, das Publikum nur sehr begrenzt zuzulassen. So wurde bereits die Anklage unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen und auch die Befragung von Zeugen, wie etwa Polizisten, wird größtenteils nicht öffentlich sein.

Angeklagter schweigt zu Vorwurf des Kindesmissbrauchs
Der Angeklagte wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Er machte nur Angaben zur Person: Beispielsweise berichtete er, dass er zweimal geschieden sei und aktuell in einer Beziehung lebe.
Eltern hatten sich bei Polizei gemeldet
Der 77-jährige Mann kommt aus Ludwigshafen. Er ist nicht vorbestraft, befindet sich aber dennoch in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft besteht die Gefahr, dass er erneut Kinder sexuell missbraucht.
Die Ermittlungen gegen den Camper bei Waldsee kamen ins Rollen, weil Eltern eines Kindes ihn bei der Polizei angezeigt hatten. Am Mittwoch sollen eines der Opfer und dessen Eltern als Zeugen hinter verschlossenen Türen aussagen. Der Prozess ist bis Ende Mai geplant.