Im November 2022 wurde in den USA der ChatBot „Chat GPT“ veröffentlicht und konnte frei genutzt werden. In Januar 2023 schwappte die Welle der KI-Systeme nach Deutschland und löste auch hier viele Diskussionen um Künstliche Intelligenz und ihre Nutzung aus.
Mittlerweile existieren mehrere ähnliche KI-Systeme der verschiedenen großen Tech-Unternehmen, die mit sprachbasierten Modellen funktionieren und mit denen sich Internet-User unterhalten können.
Daneben gibt es in etlichen Bereichen der Forschung, aber auch der industriellen Anwendung KI-Systeme, die darauf ganz speziell programmiert sind. Diese Systeme sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich.
Was ist Künstliche Intelligenz (KI)?
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein faszinierendes und schnell wachsendes Feld, das bereits viele Aspekte unseres Alltags durchdringt.
KI begegnet uns in verschiedenen Formen: Zum Beispiel in Sprachassistenten wie Siri und Alexa, die uns bei der Suche nach Informationen, dem Einstellen von Erinnerungen oder dem Steuern von Smart-Home-Geräten helfen. Auch in Call-Centern werden zur Steuerung von Kundenanrufen und deren Wünschen KI-Systeme eingesetzt.
Empfehlungssysteme auf Plattformen/Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon nutzen KI, um uns personalisierte Vorschläge zu machen.
Welche KI-Systeme gibt es?
Es gibt ganz unterschiedliche KI-Systeme, die für bestimmte Aufgaben programmiert werden:
- Industrielle Anwendungen in der Produktion
- Sprachmodelle, die Texte generieren
- Bildgeneratoren
- Codegeneratoren, die Programm-Codes für Software erzeugen können
- Suchmaschinen.
KI-Sprachmodelle sind besonders gut darin, natürliche Sprache zu verstehen und zu generieren. Sie können Texte schreiben, Fragen beantworten, Übersetzungen durchführen und sogar kreative Aufgaben wie das Verfassen von Gedichten oder Geschichten übernehmen. Diese Modelle sind in der Lage, große Mengen an Informationen zu verarbeiten und daraus sinnvolle Antworten zu generieren.
Welche Schwächen hat KI?
Trotz ihrer beeindruckenden Fähigkeiten haben KI-Sprachmodelle auch ihre Grenzen. Sie können zum Beispiel Schwierigkeiten haben, komplexe menschliche Emotionen vollständig zu verstehen oder vom inhaltlichen Zusammenhang abhängige Nuancen korrekt zu interpretieren. Außerdem sind sie auf die Daten angewiesen, mit denen sie trainiert wurden und können daher Vorurteile oder Fehler aus diesen Daten übernehmen. Man kann die KI-Systeme so programmieren, dass bestimmte Ansichten, Richtungen politischer, religiöser oder sonstiger Art besonders gewichtet, bevorzugt oder auch abgeschwächt bzw. ausgesondert werden.
Ein weiteres Limit der KI ist die fehlende echte Intelligenz, Kreativität und Intuition. Während KI-Modelle Muster erkennen und darauf basierend Vorhersagen treffen können, fehlt ihnen das menschliche Verständnis und die Fähigkeit, wirklich neue Ideen zu entwickeln.
Zudem sind ethische und datenschutzrechtliche Fragen wichtige Aspekte, die bei der Nutzung von KI berücksichtigt werden müssen.
Insgesamt bietet KI viele spannende Möglichkeiten, aber es ist wichtig, ihre Grenzen zu erkennen und verantwortungsvoll mit dieser Technologie umzugehen.
Im Studio: Andreas Reinhardt, SWR Multimediaredakteur