
"Jede Anfrage an die künstliche Intelligenz frisst Energie"
Die Welt verbraucht viel Energie - sehr viel. Laut einem aktuellen Bericht der Internationalen Energieagentur ist der globale Energiebedarf im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent gestiegen - deutlich mehr als der Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Treiber sind unter anderem Elektromobilität, Rechenzentren und künstliche Intelligenz.
Globaler Energieverbrauch Klimaanlagen und KI als "Klimakiller"
Der weltweite Energiebedarf ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Extreme Hitze in Indien und China ließen vor allem den Stromverbrauch steigen, da viele Klimaanlagen im Ein…
"Es ist so, dass der Bedarf an künstlicher Intelligenz zunimmt und dementsprechend der Bedarf an Strom", sagt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Jede Anfrage an die künstliche Intelligenz fresse Energie. Ihrer Meinung nach macht es am meisten Sinn auf erneuerbare Energien zu setzen und mit einer Batteriespeicherung zu verbinden. In Deutschland sei man da auf einem sehr guten Weg. Weltweit jedoch nicht.
Gerade in den USA setzt man verstärkt auf fossile Energie. Das ist in höchstem Maß problematisch, weil dadurch der Klimawandel weiter vorangetrieben wird. Was zu noch mehr Klimaereignissen führen wird, zu noch mehr Hitze und dadurch zu noch mehr Kühlbedarf, sodass der Kühlbedarf dann noch mehr zunehmen wird. Da sind wir in einer unguten Schleife.
Warum die Wirtschaftswissenschaftlerin kaum eine Zukunft für die Kernenergie sieht, beschreibt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Zelt.
Klimasünder Künstliche Intelligenz KI und Umwelt – Wie Künstliche Intelligenz unsere Ressourcen beansprucht
Das Potential von Künstlicher Intelligenz ist mit immensen ökologischen und sozialen Kosten verbunden. Constanze Kurz vom Chaos Computer Club fordert Auflagen für Tech-Konzerne.