Hirnforschung

Warum gibt es ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis?

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Von Autor/in Martin Korte

Unser Gehirn wird mit einer riesigen Anzahl von Information bombardiert. Die meisten dieser Informationen sind unwichtig und nur von kurzer Dauer. Informationen wandern daher, je nach Bedarf, ins Kurzzeit- oder ins Langzeitgedächtnis. So spart das Gehirn Energie.

Warum gibt es ein Kurz- und ein Langzeitgedächtnis?

Kurzzeitspeicher hilft zum Beispiel beim Sprechen

Unser Gehirn wird mit einer riesigen Anzahl von Information bombardiert. Die meisten dieser Informationen sind unwichtig, sind nur von kurzer Dauer. Aufgrund dieser Problematik muss das Gehirn sich immer sehr darin beschränken, welche Informationen denn letztendlich abgelegt werden.

Deswegen haben wir einen Kurzzeitspeicher, der uns zum Beispiel bei der Sprache hilft, einen Satz zu Ende zu sprechen. Oder dass wir einem Satz von einer Person zuhören und den komplett zusammensetzen können. Und jeder kennt das zum Beispiel beim Autofahren: Wenn man längere Strecken fährt und dabei immer wieder die gleichen Strecken nimmt, dann schaltet das Gehirn auf eine Art Autopilot und macht sich gar nicht erst die Mühe, diese Informationen abzuspeichern.

Langzeitspeicher ist energieaufwendig

Entsprechend unterscheidet das Gedächtnis zwischen Kurz- und Langzeitspeicher, zumal der Langzeitspeicher auch noch sehr energieaufwendig ist. Um Information langfristig zu speichern, werden Nervenzellen umgebaut. Dafür braucht man Eiweißmoleküle, die produziert werden müssen. Das kostet einfach Energie und damit geht das Gehirn sehr sorgsam um.

Navi im Auto zeigt den Weg: Das Navi zeigt Straßen, Kreuzungen, Tankstellen oder einen Fluss, aber es zeigt nicht die typischen Punkte, an denen wir uns ohne Navi orientieren würden: markante Gebäude, hohe Türme oder Berge im Hintergrund. Und es hebt die eigene Strecke farblich stark hervor. Dadurch bekommt man kein Gefühl für die Struktur einer Stadt.

Gehirn Schaden Navis dem Orientierungsvermögen?

Das Navi zeigt Straßen, Kreuzungen, Tankstellen oder einen Fluss, aber es zeigt nicht die typischen Punkte, an denen wir uns ohne Navi orientieren würden: markante Gebäude, hohe Türme oder Berge im Hintergrund. Und es hebt die eigene Strecke farblich stark hervor. Dadurch bekommt man kein Gefühl für die Struktur einer Stadt. Von Gábor Paál |Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

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