Elektromyostimulation ursprünglich in der Reha angewandt
Das ist eine schöne Methode, die aus der Rehabilitation kommt. Früher hat man Elektrostimulation der Muskulatur gemacht, um bei bettlägerigen Menschen die Muskulatur zu erhalten. Dann ist es dem Spitzensport zugeführt worden, um die letzte Faser noch rauszukitzeln, um die letzte Leistungsfähigkeit noch zu stimulieren.
Gut zur Optimierung der Muskelkraft, aber kein Einfluss auf Gelenke und Knochen
Jetzt ist EMS im Fitnessbereich gelandet. Wenn Sie dabei eine aktive Übung machen, ist es eine ideale Trainingsformt, um die Muskelkraft zu optimieren. Wenn das Ihr Ziel ist, ist das eine wunderbare Trainingsform. Sie müssen allerdings bedenken, dass Strukturen wie Gelenke, Knorpel und Knochen nicht mitwachsen. Sie kaufen also quasi nur starke Muskelkraft ein, ohne dass Sie den Effekt auf die anderen Strukturen haben. So werden Sie muskulär fit, aber andere Strukturen wachsen eben nicht mit.
EMS kann Training nur ergänzen
EMS ist kein Hokuspokus, sondern eine valide, wissenschaftlich abgesicherte Methode. Wir kennen die Elektrostimulation seit vielen Jahren und sie ist eine wunderbare Trainingsform. Man sollte aber noch anderen Sport machen wie z.B. Walking, denn EMS ist nur eine Ergänzung des Trainings.
Psychologie Wie viel Aberglaube steckt in Ritualen von Sportlern?
Da spielt eine Art von magischem Denken mit rein. Man könnte es Aberglauben nennen, aber ich mag den Begriff "magisches Denken" lieber. Darin steckt etwas sehr Kindliches: dass ich selbst der Mittelpunkt der Welt bin und alles mit meinem Verhalten beeinflusse. Und wenn ich morgens beim Bäcker nicht mein Rosinenbrötchen mit dem Schokoguss gekriegt habe, weil das gerade aus war, dann ist vollkommen klar, dass am Nachmittag im Stadion meine Mannschaft nicht gewinnen kann. Von Dagmar Hänel