Als Bündnis "Standortfaktor D" haben sich mehrere mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg und Bayern zusammengeschlossen. Bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werben sie für die Wahl demokratischer Parteien. Der Grund: In extremen und fremdenfeindlichen Positionen sehen sie eine Gefahr für die Demokratie und den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Initiative "Standortfaktor D" hat sich in Konstanz zusammengefunden
Ins Leben gerufen haben das Bündnis unter anderem Bettina Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau und Dagmar Schmieder, die frühere Geschäftsführerin der Schmieder Kliniken. Weitere Partner der Initiative sind beispielsweise der Ex-Trigema Chef Wolfgang Grupp, das Outdoor-Bekleidungsunternehmen Vaude oder auch die Brauerei Härle. Insgesamt beteiligen sich nach eigenen Angaben bislang elf Unternehmen und Einzelpersonen mit weit über zehntausend Mitarbeitern.

Sie teilen laut Pressemitteilung die Überzeugung, dass Deutschland dringend auf Fachkräfte mit Migrationshintergrund angewiesen ist. Im direkten Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen sie deshalb zur Wahl demokratischer Parteien aufrufen.
Wir brauchen stabile Lebensverhältnisse und Menschen, die anpacken, die ihre Talente einbringen und das Deutschland von morgen mitgestalten.
Engagement vom Bündnis "Standortfaktor D" soll nicht einmalig bleiben
Bereits letzten Herbst seien erste Gespräche geführt worden. Im Januar gründete sich dann nach eigenen Angaben das Bündnis. Es hofft darauf, dass sich weitere Unternehmen anschließen. Das Engagement soll auch über die Bundestagswahl hinausgehen.