Nach Unfall – Robin bleibt dem Fußball mit Amputiertenfußball treu

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Von Autor/in Ella Poulhalec, Max Damm

Bei einem Unfall verliert Robin ein Bein. Seinen Sport, den Fußball gibt er nicht auf und spielt heute erfolgreich Amputiertenfußball.

Es ist passiert, ich habe den Fehler gemacht und den muss ich jetzt mein Leben lang ausbügeln. Ich will ja jetzt nicht bemitleidet werden von jedem.

Robin ist mit Freunden in Mainz unterwegs. Kurz vor sechs Uhr morgens will er mit seinem besten Freund zurück nach Hause fahren. Der Zug fährt unerwartet von einem anderen Gleis ab, als sie annehmen. Leicht alkoholisiert treffen die Beiden die folgenschwere Entscheidung zwischen den Waggons über die Gleise zu laufen. Robin schafft es nicht rechtzeitig – der Zug setzt sich in Bewegung, reißt ihn mit. Erst im Krankenhaus kommt er wieder zu Bewusstsein – ohne sein linkes Bein. Vier Jahre ist das jetzt her.

Aufgeben ist für Robin keine Option

Für den damals ambitionierten Fußballer ein harter Einschnitt. Sport war nie nur ein Hobby, sondern sein Lebensmittelpunkt. Doch aufgeben? Keine Option. „Wenn ich mich zuhause einsperre, habe ich ja keinen Spaß am Leben mehr.“

Sein Ehrgeiz treibt ihn an. In der Reha gibt er alles, entdeckt durch einen Freund den Amputiertenfußball – und findet zurück auf den Platz. Ein halbes Jahr nach seinem Unfall erfährt Robin von der neu entstehenden Amputierten-Mannschaft von Mainz 05 – und ist sofort dabei. Sein Vater, Jürgen Menger, ein ehemaliger Profifußballer, übernimmt die Trainerrolle und unterstützt das Team ehrenamtlich.

Robin und sein Team auf Erfolgskurs

Mit seinem Team erreicht er im Oktober 2024 das Finale der Deutschen Meisterschaft in Berlin – und holt den Titel. Doch das ist nicht alles: Neben dem Sport arbeitet er weiter an seiner Zukunft, steht kurz vor dem Abschluss seines Wirtschaftsmanagement-Studiums und gibt sein Wissen als Trainer in seinem früheren Verein, der SG Orlen, weiter.

In zwei Jahren findet die Amputierten-WM in Costa Rica statt – und Robin will dabei sein. Auch als Trainer will er sich weiterentwickeln. Für ihn zählt nicht, was hinter ihm liegt, sondern was vor ihm liegt. Er will wachsen – als Spieler, als Trainer und vor allem als Mensch.

Man kann das jetzt nicht ändern und deswegen gibt’s halt nur den Blick nach vorne. Und wenn’s mir gut geht, geht’s den Leuten um mich herum auch gut.

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Jule Woll