Im Nordwesten Mexikos, 100 Kilometer von der amerikanischen Grenze entfernt, liegt die Kleinstadt Altar. Die mexikanische Mafia hat den Ort fest im Griff. Die Narcos schmuggeln Drogen – und Menschen. Für Migranten, die in die USA wollen, ist Altar oft der letzte Stopp vor dem gefährlichen Marsch Richtung Grenze. Sie sind der Brutalität der Kartelle ausgeliefert – und der Wüste.
Schuhe für den Marsch durch die Wüste
Um sie zumindest etwas sicherer zu durchqueren, haben sich die Bewohner des Ortes etwas einfallen lassen: „Alparagatas", Schuhe mit Teppichsohlen, die im Sand keine Spuren hinterlassen.
Die Autorin Ronja Mira Dittrich machte sich auf die Suche nach den geheimen Nähstuben, in denen diese Schuhe gefertigt werden.
In Altar traf sie Miguel Fernandez de Castro, der sich als Künstler mit der allgegenwärtigen Gewalt ebenso wie mit der erhabenen Schönheit der Natur auseinandersetzt.
Nur dank seiner Einladung kann die Autorin in dem Ort sein, ohne sich zu sehr in Gefahr zu bringen. In einer Region, in der eigene Regeln gelten, der Tod näher ist als an vielen Orten und sich Fragen menschlicher Existenz mit großer Dringlichkeit stellen.
(BR 2023)