Info-Date am Mittag: Münchner Attentäter islamistisch motiviert ++ "Fridays for Future" versucht Comeback im Südwesten

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Von Autor/in Laura Koppenhöfer

Ermittlungsbehörden sehen Verdacht eines islamistischen Motivs für Amok-Fahrt gestern erhärtet. Dies und weitere Themen des Mittags mit Laura Koppenhöfer.

Bei dem Anschlag gestern in München sind mindestens 36 Menschen verletzt worden. Die Polizei hat die Opfer-Zahl nach oben korrigiert. Gestern war ein 24-jähriger Afghane mit einem Auto in einen Demo-Zug von Verdi gerast. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand sei die Gewalttat in der Münchner Maxvorstadt mit großer Wahrscheinlichkeit islamistisch motiviert gewesen, hat Gabriele Tillmann, Leitende Oberstaatsanwältin bei der Pressekonferenz der Münchner Polizei heute gesagt. Sie betont aber auch, die Ermittlungen stünden noch am Anfang und die Lage könne sich noch ändern.

Der 24-jährige Afghane habe eingeräumt, bewusst in die Menschenmenge gefahren zu sein. Laut der Oberstaatsanwältin gibt es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass der 24-Jährige Teil einer islamistischen Organisation war oder es weitere Mittäter gab. Ebenso gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass er psychische Probleme hatte, die Auswirkungen auf die Tat hatten. Rund 100 Zeugen hatten sich bei der Polizei gemeldet. Außerdem gingen etwa 50 Uploads von Fotos und Videos ein. Diese wertet die neu gegründete „SOKO Seidelstraße“ mit 140 Beamtinnen und Beamten aus, ebenso wie das Handy des Verdächtigten und weitere Beweismittel.

"Fridays for Future" versucht Comeback im Südwesten

Kurz vor der Bundestagswahl hat die Klimabewegung "Fridays for Future" zu bundesweiten Protesten aufgerufen – auch im Südwesten. In Baden-Württemberg gibt es "Klimastreiks" unter anderem in Koblenz, Mainz, Freiburg, Ulm und Stuttgart. Bundesweit demonstrieren Menschen in mehr als 150 Städten für Klimaschutz und Demokratie - zum Beispiel auch in Berlin, Hamburg, Leipzig, Köln, Frankfurt und München. Gefordert werden unter anderem das Ende von Förderungen für fossile Energien und eine Besteuerung von Superreichen und fossilen Konzernen. Auch andere Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace und Campact unterstützen die Proteste.