Rund ein halbes Jahr ist es her, dass die evangelische Gemeinde sich entschloss, angesichts der Energiekrise zu sparen und die nächtliche Beleuchtung der Oppenheimer Katharinenkirche auszuschalten. Doch seit diesem Wochenende sind die Lichter wieder an.
Feuchtigkeit in Bodenlampen
Wie Pfarrerin Manuela Rimbach-Sator mitteilt, habe die Maßnahme der Stadt Oppenheim zwar Strom gespart, sie habe aber insgesamt wahrscheinlich zu Mehrkosten geführt. Der Grund: Weil die Lampen ausgeschaltet waren, sammelte sich Feuchtigkeit in denen, die im Boden eingelassen sind.
Etwa die Hälfte schätzt die Pfarrerin, sei dabei kaputt gegangen. Die Leuchten benötigten offenbar einen dauerhaften Betrieb. Da die Stadt für die Energiekosten der Illuminierung aufkomme, habe die Kirchengemeinde durch das Ausschalten nichts gespart. Stattdessen sei ihr nun durch die kaputten Lampen ein erheblicher Schaden entstanden.
Noch wisse man nicht, ob nur die Leuchtmittel defekt seien oder die kompletten, in den Boden eingelassenen Lampen, so Rimbach-Sator. Auf jeden Fall fürchte die Kirchengemeinde, auf den Kosten sitzenzubleiben.
Beleuchtung von Denkmälern Energie sparen: Mainz bleibt dunkel, in Alzey wird es wieder heller
Während viele Städte in Rheinhessen weiterhin nachts Gebäude und Denkmäler nicht mehr beleuchten, will die Stadt Alzey das Alte Rathaus und den Wartbergturm wieder anstrahlen.
Eine der wenigen Kirchen, die in den letzten Monaten trotz Energiekrise nachts angeleuchtet wurde, ist der Mainzer Dom. Andere bekannte Bauwerke in Rheinhessen wie der Wartbergturm in Alzey oder die Burg Klopp in Bingen wurden seit August nicht mehr beleuchtet.