Auch in Stuttgart sind zahlreiche Menschen am Nachmittag gegen die türkische Innenpolitik auf die Straße gegangen. Anlass war die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters İmamoğlu.
Mehrere hundert Menschen zogen am Samstagnachmittag vom Stuttgarter Börsenplatz durch die Innenstadt, um ein Zeichen gegen die Politik von Präsident Erdogan zu setzen. Ihr Protestzug führte über die gesperrte Theodor-Heuss-Straße vorbei am Rotebühlplatz und von dort zum Wilhelmsplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Mit Sprechchören, Trillerpfeifen, Schildern und Flaggen forderten sie Demokratie und Freiheit in der Türkei.
Der verhaftete Oppositions-Politiker Imamoglu galt als Erdogans aussichtsreicher Herausforderer bei den nächsten Präsidentschaftswahlen. Imamoglus sozialdemokratische Partei CHP hat einen Ableger in Baden-Württemberg, dieser hatte zu der Stuttgarter Demo aufgerufen. Nach Angaben der Polizei blieb alles friedlich.