Nach Missbrauchsvorwürfen im Turnen

Landesstützpunkt Rheinhessen setzt auf Transparenz im Leistungsturnen

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In den vergangenen Wochen wurde das Turnen von Missbrauchsvorwürfen zahlreicher Athletinnen erschüttert. Im rheinhessischen Bodenheim setzt das Team beim Thema Druck im Leistungsturnen auf Transparenz.

Die jungen Athletinnen in Bodenheim träumen von der Teilnahme an Olympischen Spielen. So wie es viele deutsche Turnerinnen vor ihnen schon geschafft haben. Der Preis dafür war bei manchen von ihnen hoch. Zuletzt berichteten zahlreiche aktuelle und ehemalige Spitzenathletinnen wie Tabea Alt und Janine Berger von mentalem und körperlichen Missbrauch.

Damit es in Bodenheim nicht dazu kommt, setzt der Landesstützpunkt Rheinhessen beim Thema Druck im Leistungsturnen auf Transparenz. "Natürlich ist man betroffen, wenn man liest, was die Mädchen erlebt haben", sagte Kerstin Sinsel im Gespräch mit dem SWR.

Die Trainerin setzt auf Transparenz zwischen Verband, Trainerinnen und Turnerinnen: "Die Kinder wissen von klein auf, dass sie mit ihren Problemen und Fragen auf mich zukommen können. Ich hole natürlich auch die Eltern ins Boot. Denn ich denke, dass die Eltern in diesem Gesamtsystem eine große Verantwortung tragen. Kommunikation ist bei uns sehr wichtig und wird auch gelebt."

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