Bis Montagvormittag lagen der Lukom, die den gemeinsamen Fastnachtsumzug der beiden Städte am Rhein im kommenden Jahr veranstalten will, 38 Anmeldungen vor. Nötig seien aber um die 70 - sagt Lukom-Geschäftsführer Christoph Keimes. Nicht nur die Zahl - auch die Qualität der Zugnummern müsse stimmen. Es solle ja keine reine Autoparade werden: "Es muss eine gewisse Kreativität dabei sein und eine gewisse Menge an Menschen, damit es auch ein Zug ist und er nicht nach 20 Minuten vorbei ist", sagt der Lukom-Chef.
Große Fastnachtswagen fast vier Jahre im Depot
Christoph Heller ist Vorstand der Ludwigshafener Karneval-Vereine. Und er ist sicher: Der Umzug am 11. Februar 2024 wird stattfinden. Aber warum ist das Interesse der Vereine bislang so gering? Christoph Heller meint: Corona sei mit daran schuld – denn einige Fastnachter seien - wie sehr viele Menschen auch - etwas träge geworden. Und: Die großen Fastnachtswagen hätten jetzt fast vier Jahre rumgestanden: "Vier Jahre ohne Abnahme - das heißt, ein Großteil der großen Wagen muss jetzt überarbeitet werden, neu verkleidet werden und die Bremsen müssen in Ordnung gebracht werden - und das kostet richtig Geld und irrsinnig viel Zeit."
Problem: Sicherheitsauflagen für Vereine gestiegen
Hinzu kommen die gestiegenen Sicherheitsauflagen für die Vereine. Auch deshalb wollten die "Fidelen Zecher" aus Ludwigshafen-Oggersheim sich eigentlich nicht anmelden, sagt der zweite Vorsitzende Florian Hoffmann: "Wir haben uns gedacht: Wow, was kommt denn da auf uns zu - und wir haben uns Unterstützung geholt beim Herrn Heller, beim Großen Rat in Ludwigshafen - und jetzt sind wir guter Dinge und auf dem richtigen Weg".
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Lukom entscheidet frühestens am Donnerstag
Sprich: Der Verein "Fidele Zecher" will bei dem Fastnachtumzug am 11. Februar 2024 mitmachen. Ob der Umzug aber tatsächlich starten wird? Das wird die städtische Lukom frühestens am kommenden Donnerstag bekannt geben. Gefragt nach den Chancen, dass der Umzug nach vier Jahren Pause tatsächlich stattfinden wird, sagt Lukom Geschäftsführer Christoph Keimes am Montag: "Die Chancen stehen 50:50 momentan."