Samuel Fitwi hat den deutschen Marathon-Rekord um die Winzigkeit von zwei Sekunden verbessert. Der Olympia-15. aus Trier kam nach 42,195 Kilometern in Valencia in 2:04:56 Stunden ins Ziel. Er blieb damit hauchdünn unter der bisherigen Marke von Amanal Petros. Dieser war am 24. September 2023 in Berlin 2:04:58 Stunden gelaufen.
Samuel Fitwi mit starkem Endspurt
Mit einem Endspurt gelang es Fitwi, Petros den Rekord abzunehmen. Der 2015 aus Eritrea nach Deutschland gekommene 28-Jährige belegte in Valencia Rang neun und unterbot erneut die Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio im kommenden September.
"Ich bin total happy über den deutschen Rekord"
"Ich bin total happy über den deutschen Rekord. Das war das Rennen meines Lebens", sagte Fitwi nach dem Wettkampf. "Es war ein cooles Event bei tollem Wetter und bei toller Atmosphäre. Ich freue mich auf die Zukunft, vielleicht schaffe ich ja auch irgendwann europäischen Rekord."
Auch Richard Ringer mit starker Leistung
Dies gelang erstmals auch Ex-Europameister Richard Ringer aus Überlingen. Der Olympia-Zwölfte von Paris steigerte sich auf 2:05:46 Stunden und kam damit auf Rang 14. Die Norm für die WM liegt bei 2:06:30 Stunden.
Den Sieg holte sich Marathon-Debütant Sebastian Sawe aus Kenia in 2:02:05 Stunden. Der Halbmarathon-Weltmeister absolvierte erstmals die doppelte Distanz. Nach der Unwetter-Katastrophe in der Region Valencia war lange Zeit fraglich gewesen, ob das wie üblich stark besetzte Rennen stattfinden kann.