Julie hat 2018 ihren Schulabschluss gemacht und dann eine Lehre als Krankenpflegerin begonnen. Doch der Schichtdienst und die Routine haben sie nicht erfüllt. Da sie auch gerne kocht, machte sie dann ein Praktikum in einem Restaurant. Dort stand sie dann teilweise 13 Stunden durchgehend in der Küche und dachte sich: „Das reicht mir als Hobby.“
Schließlich arbeitet sie in der Druckerei ihres Vaters mit und bekommt dort eine Erkenntnis: „Ich habe an der Falzmaschine gearbeitet und hatte ich die Hände dreckig und habe gemerkt, dass das Spaß macht.“ Julie wurde klar: Sie möchte in der Produktion arbeiten und sich die Hände schmutzig machen.
Julie ist in ihrem Betrieb die einzige weibliche Zimmerin
Durch einen Online-Test entscheidet sie sich, Zimmerin zu werden. Heute ist sie frisch ausgelernt und arbeitet in einem Betrieb in Plaidt in der Eifel. Ihre Wahl bereut sie nicht: „Wenn ich was angefasst habe an einem Holzstück und die Späne dann abfallen, dann merkt man richtig den Holzgeruch und das finde ich das Geile daran.“
In ihrem Betrieb ist sie die einzige weibliche Zimmerin. Ein Problem ist das für sie nicht. Sowohl zwischenmenschlich als auch körperlich kommt sie mit der Arbeit gut zurecht: „Am Anfang hatte ich auch bisschen Panik, dass ich das nicht hinbekomme, weile mir die Kraft fehlt. Ich merke schon im Vergleich zum Anfang der Ausbildung, dass ich mehr Muskelmasse zugelegt habe. Für die Sachen, die ich jetzt mache, habe ich genug Kraft.“
In ein paar Jahren möchte sie gerne ihren Meister machen, aber jetzt erst mal arbeiten und Erfahrungen sammeln. Julies Traum ist es, später mal eine alte Scheune für sich selbst umzubauen. Anderen jungen Frauen möchte sie Mut machen, ein Handwerk zu erlernen: „Ausprobieren kann man es immer. Da hat man mehr draus gewonnen, als zu sagen: ‚Das kann ich nicht.‘“
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