Beim Holzhof Soonwald in Seibersbach (Kreis Bad Kreuznach) gibt es noch Brennholz. Auf Eichen- und Buchenholz allerdings müssen Kunden, die jetzt bestellen, etwa vier bis sechs Wochen warten.
Er habe ausschließlich Holz aus der Region, sagt Nico Reths vom Holzhof Soonwald. Er profitiere von seinen guten Kontakten zu den Forstrevieren im Soonwald und dem Ingelheimer Wald. "Natürlich ist es schwieriger geworden, man hat vor zwei drei Jahren das Holz noch nachgeschmissen bekommen", so Reths.
Viele machen ihr Holz selbst
Wegen der hohen Preise für Gas und Öl gab es im vergangenen Jahr einen rasanten Anstieg bei den Menschen, die ihr Holz bei den Forstbehörden kaufen und selbst schneiden. Sie heizen dann mit dem Holz. In Staats- und Gemeindewäldern haben sie vor den gewerblichen Kunden Vorrang.
Die Forstämter setzen auf Nachhaltigkeit. Das heißt, sie wollen nicht mehr Holz aus dem Wald holen als nachwachsen kann. "Die Einschlagsmenge wird jedes Jahr heruntergesetzt, weil es unserem Wald wirklich nicht gut geht", sagt Reths.
Zukäufe aus anderen Regionen und dem Ausland
Auch Holzhändler Karl Günter Opp aus Bad Kreuznach kann noch Brennholz anbieten. Allerdings habe er von den Waldbesitzern in der Region kaum etwas kaufen können. Aus den heimischen Wäldern habe er nur etwa 15 Prozent der Menge bekommen, die er in den vergangenen Jahren noch hatte.
Opp kauft deshalb Holz im Odenwald, um es in Bad Kreuznach weiterzuverkaufen. Im Odenwald gebe es mehr Wälder in privatem Besitz, erklärt er. Auch Rejk Neubert aus Freimersheim im Kreis Alzey-Worms bestätigt das. Früher habe er 80 Prozent seines Holzes noch in der Region bekommen. Inzwischen habe sich das Verhältnis umgekehrt und er kaufe 80 Prozent des Holzes in Kroatien zu.
Preiserhöhungen an Kunden weitergegeben
Die Preise der Holzhändler in der Region sind alle auf einem Niveau. Seit April sind sie zum Beispiel am Holzhof Soonwald für Buchen- und Eichenholz um 10 Euro auf 140 Euro pro Schüttraummeter gestiegen.
Auch für ihn werde alles teurer, rechtfertigt Reths den Zuschlag. Er zahle selbst mehr für die Holzstämme, den Diesel oder für Reparaturen.
Nachfrage ist zurückgegangen
Die Nachfrage habe inzwischen nachgelassen, sagen die Holzhändler. "Im Sommer war die Hölle los. Jeder wollte dieses Jahr nicht zu spät sein", meint Rejk Neubert mit Blick auf das vergangene Jahr, in dem viele Händler keine Neukunden mehr angenommen hatten.
Jetzt kämen eher die Nachzügler. Und im letzten Jahr hätten die Leute auch mehr gekauft, als sie brauchten. Deshalb würden nun eher kleinere Mengen gekauft, um die Lager wieder aufzufüllen.