Forscherinnen und Forscher können im neuen Hochsicherheitslabor an der Universität Ulm den für Corona verantwortlichen Erreger SARS-CoV-2, aber auch andere Krankheitserreger erkunden. Das neue Labor hat laut Uni Ulm rund 8,5 Millionen Euro gekostet und hat Standards der zweithöchsten Sicherheitsstufe. Damit ist es speziell für die Arbeit an gefährlichen und potentiell tödlichen Krankheitserregern ausgelegt.
Forschung im Hochsicherheitslabor konzentriert sich auf Corona-Erreger SARS-CoV-2
Frank Kirchhoff vom Institut für Molekulare Virologie des Universitätsklinikums Ulm und Leibniz-Preisträger betont, dass in dem Labor neben dem Covid-19-Erreger SARS-CoV-2 auch an Influenza- und HI-Viren geforscht werde.
Influenzaviren sind natürlich eine fortlaufende Bedrohung und die Forschung dazu werden wir deutlich erweitern.
Durch das neue Labor können neun Arbeitsplätze zur Virenforschung geschaffen werden. Laut Kirchhoff kann man so die Arbeitskapazität verzwanzigfachen. Zuvor gab es im alten Labor nur halbtags einen Arbeitsplatz für die Forschenden.
Schutzvorkehrungen sorgen für Sicherheit vor gefährlichen Krankheitserregern
Mehrere Schutzvorkehrungen sorgen dafür, dass sicher an den Erregern gearbeitet werden kann. Dazu zählen unter anderem eine Unterdruckschleuse, ein Hochleistungsfilter und ein System zur Sterilisation. Alle Beschäftigte müssen für den Einsatz in dem Labor geschult sein und Schutzanzüge tragen.

Labore dieser Sicherheitsstufe gibt es in Baden-Württemberg nur an den Universitäten in Tübingen, Freiburg, Heidelberg und Ulm.