In Karlsruhe gab es am Montag Ausfälle auf Linien, auf denen Busse der Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH (SWEG) fahren. Die Gewerkschaft ver.di hatte Beschäftigte der SWEG Bus Karlsruhe zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die SWEG ist für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) auf verschiedenen Buslinien als Subunternehmer im Einsatz.
Karlsruhe: Etwa zehn Prozent der Busse fuhren nicht
Nach Angaben der VBK fielen in Karlsruhe über den Tag verteilt etwa zehn Prozent der gesamten Busse aus. Von den SWEG-Bussen sollten etwa zwei Drittel stehen bleiben, hieß es von der Gewerkschaft ver.di. Die Ausfälle konnten laut VBK nicht mit eigenem Personal kompensiert werden. Man sei aber froh, dass 90 Prozent der gesamten Fahrten im VBK-Busbereich stattfinden konnten. Die Ausdehnung der Streiks zeige, dass weitere Beschäftigte bereit seien, für bessere Arbeitsbedingungen einzustehen, heißt es von der Gewerkschaft ver.di.
30 Betriebe in BW betroffen Warnstreiks bei privaten Busunternehmen: Rund 1.500 Beteiligte am ersten Streiktag
Die Gewerkschaft ver.di hat zu Warnstreiks bei privaten Busunternehmen aufgerufen. In mehreren Regionen in Baden-Württemberg stehen die Busse still - auch am Freitag.
ver.di mit Warnstreiks am Freitag zufrieden
Damit setzte die Gewerkschaft ihre Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg fort. Bereits am Donnerstag und Freitag waren Beschäftigte in rund 30 Betrieben im Land dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Laut ver.di nahmen am Freitag etwa 500 Menschen an Arbeitsniederlegungen in mehreren Orten in BW teil, etwa in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) und im Raum Heilbronn. Die Gewerkschaft sei mit der Beteiligung zufrieden, teilte ein Sprecher mit. Kurzfristig habe sich auch noch ein Unternehmen im Raum Mannheim angeschlossen.
Der ver.di-Sprecher forderte die Arbeitgeber erneut zur Vorlage eines Angebots in der laufenden Tarifrunde auf. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg unter anderem beim Entgelt ein Plus von neun Prozent und für Azubis 100 Euro mehr im Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) wies die Forderung als überzogen zurück. Er kritisierte die Warnstreiks scharf. Die erste Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg war am 18. Dezember ohne Angebot der Arbeitgeber beendet worden. Für 15. Januar ist die zweite Verhandlungsrunde angesetzt. Im Raum Karlsruhe soll es bis dahin keine weiteren Warnstreiks geben.