Dach aus Stahl und Glas wird aufgebaut

"Gläserner Fels" auf der Loreley nimmt Gestalt an

Stand
Autor/in
Sarah Mauer
Foto von Multimediareporterin Sarah Mauer

Auf der Loreley bei St. Goarshausen wird zurzeit der "Gläserne Fels" auf der neuen Mythoshalle aufgebaut. Das Gebäude mit der auffälligen Kuppel ist Teil des neugestalteten Plateaus.

Inmitten des Kultur- und Landschaftsparks auf dem Loreley-Plateau entsteht zurzeit ein neuer Ausstellungsraum, die sogenannte Mythoshalle. Das Besondere daran ist eine auffällige Dachkonstruktion aus Metall und Glas, die an einen Kristall erinnern soll.

Inspiriert sei diese Form von einer Zeile des Loreley-Liedes von Heinrich Heine, sagt Mike Weiland (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley: "Der Fels, der im Dunkeln funkelt - das ist das, was man mit dem Gläsernen Felsen verbildlichen will."

Mehr als hundert Glasscheiben für das Gerüst

Die Arbeiten an der Mythoshalle liegen nach Angaben des VG-Bürgermeisters im Zeitplan. Die Außenmauern des Veranstaltungsraums sind bereits fertig. Auch die Stahlträger für die Dachkonstruktion stehen bereits.

Derzeit sind Bauarbeiter einer Spezialfirma aus Südtirol damit beschäftigt, sie zu lackieren. Ab September sollen dann mehr als hundert dreieckige Glasscheiben in das Gerüst eingesetzt werden. Die größte von ihnen misst laut VG Loreley acht Quadratmeter.

Die Computergrafik zeigt, wie der "Gläserne Fels" auf der Loreley aussehen soll, wenn er fertig ist. Die kristallförmige Kuppel soll als Dachkonstruktion auf der geplanten Mythoshalle sitzen.
Die Computergrafik zeigt, wie der "Gläserne Fels" auf der Loreley aussehen soll, wenn er fertig ist. Die kristallförmige Kuppel soll als Dachkonstruktion auf der geplanten Mythoshalle sitzen.

VG-Bürgermeister: "Gläserner Fels" ist statisch anspruchsvoll

Gerade die Statik einer solchen Konstruktion sei anspruchsvoll, sagt Weiland: "Es gibt aufliegende Scheiben, es gibt überhängende Scheiben - das muss man sich vorstellen wie in einer Boulderhalle. Das muss alles fest sein." Mehr als fünfzig Tonnen wiege das Stahlgerüst mitsamt der Glasscheiben.

Auch mögliche Schäden am Glas seien mitbedacht worden. Die Scheiben dürften nicht einfach zerbersten und herabstürzen, falls einmal ein schwerer Gegenstand von oben auf sie fallen sollte, so der VG-Bürgermeister: "Dann muss gewährleistet sein, dass die Besucherinnen und Besucher in der Halle entsprechend geschützt sind, dass die Scheiben oben bleiben, auch wenn sie kaputt sind."

Mythoshalle soll außergewöhnliche Atmosphäre bieten

Die Ausstellung in der Mythoshalle wird das Thema "Der Loreleyfelsen gibt sein Geheimnis preis" haben. In der Mitte des Raumes wurde bereits ein in Scheiben geschnittener Fels installiert. Dieser soll später den Eindruck erwecken, als schwebten seine Bestandteile aufwärts zur Kuppel.

Mike Weiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, steht vor dem unfertigen Gläserne Fels. Er hofft, dass die neue Touristenattraktion im kommenden Jahr eröffnet werden kann.
Mike Weiland (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, hofft, dass die neue Touristenattraktion im kommenden Jahr eröffnet werden kann.

Zudem erwarte die Besucher neben Informationen zur Loreley auch eine besondere Atmosphäre, sagt Weiland. Die Installation in der Mitte der Halle solle unter anderem durch Klang, Licht und Nebel in Szene gesetzt werden. Mike Weiland hofft, dass die Halle pünktlich zur Tourismussaison 2025 eröffnet werden kann.

Neugestaltung des Loreley-Plateaus

Der "Gläserne Fels" ist Teil der Neugestaltung des Loreley-Plateaus. Viele Maßnahmen sind dafür schon umgesetzt worden. Unter anderem wurden Gebäude abgerissen, neue Wege und Grünflächen angelegt. Aktuell wird auch das ehemalige Turner- und Jugendheim saniert. Später soll daraus nach Angaben der Verbandsgemeinde Loreley ein Gastronomiebetrieb werden.

In diesem Herbst trifft sich zudem die Planungswerkstatt der BUGA 2029 gGmbH, um darüber zu beratschlagen, wie der Kultur- und Landschaftspark Loreley weiter ergänzt werden kann.

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