Kater Struppi aus Birgel ist in ein Tellereisen getreten und hat sich schwer verletzt. Die Besitzerin hat Anzeige erstattet und hofft, dass der Täter schnell gefunden wird.
"Ich bin nicht oft sprachlos, aber das hat mich wirklich aus der Bahn geworfen", sagt Sandra Gömann-Nehl aus Birgel. "Ich kann nicht fassen, wie man so viel Brutalität einem Tier entgegenbringen kann."
Die Besitzerin von Kater Struppi, Sandra Gömann-Nehl, ist immer noch schwer mitgenommen, von dem Moment, als sie ihre Katze schwer verletzt mit einem sogenannten Tellereisen an der Pfote vor der Haustür findet.
Falle ließ sich nur schwer öffnen
Sandra Gömann-Nehl und ihr Mann versuchen ihren Kater aus der Falle zu befreien. Das gelingt schließlich nur mit einer Zange und einem Hammer. Mit dem Tier seien sie dann direkt zum Tier-Notarzt gefahren. Die Diagnose: Das Eisen hat den Knochen nur ganz knapp verfehlt. Andernfalls hätte die Pfote amputiert werden müssen.

Kater muss starke Medikamente nehmen
Die Katzenbesitzerin kann nicht verstehen, wie ein Mensch so grausam sein kann. Ihr Kater liegt jetzt die meiste Zeit im Bett und schläft - hat starke Medikamente gegen die Schmerzen in der Pfote bekommen.
Sobald man sich dem Kater von hinten nähert, bekommt er riesengroße Angst.
Normalerweise sei Struppi voller Lebensfreude. Jetzt habe er einfach nur noch Angst. "Sobald man sich dem Kater von hinten nähert und irgendein Geräusch kommt, legt er sich flach auf die Erde, bekommt große Augen und hat riesengroße Angst", sagt die 50-Jährige. Sie geht auch davon aus, dass Struppi nur noch sehr behutsam und vorsichtig nach draußen gehen wird.

Gömann-Nehl: "Das ist Tierquälerei"
Mittlerweile hat Sandra Gölmann-Nehl Angst, ihren Kater nach draußen zu lassen. Beim nächsten Mal komme er womöglich gar nicht mehr nach Hause. "Die Tiere verenden möglicherweise elendig in solchen Fallen", sagt sie.
Es hat jemand versucht, mit Absicht Tierquälerei zu betreiben.
Bei Struppi sei auch immer noch deutlich zu sehen, dass er versucht habe, sich selbst aus der Falle zu befreien. Seine Hinterläufe seien vollkommen abgewetzt. "Es hat jemand versucht, mit Absicht Tierquälerei zu betreiben", stellt die 50-jährige Frau aus der Vulkaneifel fest.

Niemand wisse, wie viele dieser Fallen da noch draußen liegen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Kinder dort hineinfassen oder sich Wanderer verletzen.
Besitzerin hat Anzeige erstattet
Fälle, in denen solche Fallen aufgestellt werden, sind laut Polizei allerdings eher selten. Häufiger seien Schüsse auf Haustiere oder Giftköder, bei denen allerdings erst mit DNA-Analyse erst geprüft werden müsse, ob tatsächlich Gift darin sei. Statistisch erfasst werden die Fälle jedoch alle nicht.
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Online haben Sandra Gömann-Nehl und ihr Mann Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Tierschutzorganisation PETA hat eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt. Die 50-Jährige hofft, dass so der Täter gefunden werden kann.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Um den Täter oder die Täterin aufzuspüren, ist die Polizei allerdings auf Zeugenhinweise angewiesen.